Stadtlokal

ORIGINAL FRÄNKISCHES FLAIR IM HERZEN DER STADT

Wer durch die Forchheimer Fußgängerzone schlendert, zwischen urigen Fachwerkhäusern und dem „Bächla“ folgend, kommt am Stadtlokal nicht vorbei. Bereits im 16. Jahrhundert befand sich in dem Gebäude in der Hauptstraße eine Brauerei; seit 1930 hat es sich als fränkische Bierstube etabliert. Das Besondere ist, dass sich nur der Name verändert hat, das Mobiliar der Gaststube aber bis heute im Originalzustand erhalten ist. Sogar die Modernisierungswelle in den 80er Jahren, als kleine Bistros mit großen Schaufenstern aus dem Boden sprießten, hat es überlebt.


Bewahrte Tradition
„Wir möchten auch heute den damaligen Ansprüchen gerecht werden und die traditionelle Atmosphäre bewahren, für die sich die Familie Schneider vom Brauhaus Forchheim jahrzehntelang eingesetzt hat“, erklärt Christoph Kauer, der seit 17 Jahren Inhaber des Stadtlokals ist. Die Malereien auf den Holzmöbeln der Stube sind typisch fränkisch und stammen vom Bamberger Künstler Johannes Förstl, während an den Wänden Gemälde von dem Österreicher Otto Barth zu finden sind. Die Schnitzereien an den Lampen erzählen vom Bier und der Arbeit der Senner auf den Almen. Dieser für Franken eher untypische Einschlag ist leicht zu erklären: Im Jahr 1897 hatte der Forchheimer Alpenverein seine Gründung wie auch regelmäßig seinen Stammtisch im heutigen Stadtlokal, was sich wohl unmittelbar auf die Einrichtung ausgewirkt hat.


Schäuferla & Mauerscheißer Bier sind die Renner. 2007 hat sich das Stadtlokal auch kulinarisch auf sein Erbe zurückbesinnt und auf echt fränkische Küche spezialisiert. Schäuferla, Schnitzel, Bratwürste und Bohnakern gehören zu den beliebtesten Gerichten, sowohl bei den Forchheimern selbst als auch bei den Touristen. Diese kommen aus der Region, ganz Deutschland und dem Ausland ins Stadtlokal, um die ganze Vielfalt der fränkischen Kulinarik zu erleben. Auch die Getränkekarte ist Franken durch und durch: sechs Biere aus der Region, wie zum Beispiel Krugbräu aus Breitenlesau, Meister aus Unterzaunsbach oder Mahrs Bräu aus Bamberg, und Schnäpse von der Obstwiese Schmitt aus der Fränkischen Schweiz sind darauf zu finden. Gerne probiert wird nicht wie üblich ein Helles, sondern die Eigenkreation des Stadtlokals, das Forchheimer Mauerscheißer Kellerbier. Die Bezeichnung ist eine Hommage an eine der berühmtesten historischen Anekdoten der Stadt und gleichzeitig der Name des kleinen Geschenkeladens für regionale Produkte, den Christoph Kauer gegenüber eröffnet hat.


Heimat ist Trumpf
Neben der Gaststube wurden in der sogenannten Schwemme zusätzliche Sitzplätze geschaffen. Dort, wo zu Brauereizeiten der feine Hopfensaft ausgeschenkt und die Reste auf die Straße gespült wurden, sitzt man heute etwas ungestörter. Ergänzt werden die Räumlichkeiten seit einem Umbau vor ein paar Jahren um das Séparée, das ausreichend Sitzplätze für große Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaften bietet. Bei schönem Wetter können die Gäste auch draußen im Biergarten vor dem Lokal Platz nehmen. Die urigen, eigens von einem Schreiner gefertigten Holzbänke und -tische bringen Gemütlichkeit in die Fußgängerzone. Inhaber Christoph Kauer ist sichtlich stolz auf das Konzept und will auch in Zukunft daran festhalten: „Im Stadtlokal möchten wir bei den Speisen und Getränken auch weiter auf Tradition setzen und die Geschichte Forchheims in unserem Räumen erzählen.“

Inhaber:
Christoph Kauer

Adresse:
Hauptstraße 52, 91301 Forchheim
Tel.: +49 9191 163473
www.stadtlockal.de

Spezialitäten:
Typisch Fränkische Speisen und Biere

Öffnungszeiten:
Dienstag - Samstag: 11 - 22 Uhr
Sonntag 11 - 15 Uhr

Sitzplätze:
45 in der Gaststube
20 in der „Schwemme“
60 im Séparée
80 im Außenbereich